Helmut Leu

Helmut Leu

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Delegierten des 21. Bundesgewerkschaftstages der Deutschen Justiz-Gewerkschaft haben mich in die Bundesleitung gewählt und mir ihr Vertrauen geschenkt. Sie haben damit verbunden, dass ich mich für die Belange aller Mitglieder in der DJG einsetze; auch wenn mein Schwerpunkt der mittlere Dienst ist.

Ich bin 58 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder.

Seit über 40 Jahren bin ich in der Justiz tätig (Justizfachwirt) und fast genauso lange in der DJG. Ca. 30 Jahre mache ich schon Personalratsarbeit. Meinen Justizdienst habe ich an verschiedenen Standorten und Abteilungen verrichtet. Innerhalb der DJG wurde ich im Jahr 2008 zum Vorsitzenden des Bezirksvereins Aurich (Ostfriesland) gewählt. Die Delegierten des Niedersächsischen DJG-Landesgewerkschaftstages 2009 wählten mich zum stellvertretenden Landesvorsitzenden. 2012 hat der Fachbereich „Mittlerer Dienst“ auf Bundesebene mich zu seinem Vorsitzenden auserkoren. Dieser Bereich liegt mir besonders am Herzen und beantwortet die Frage: was treibt dich an?

Der Mittlere Dienst (mD) hat viele Veränderungen erlebt (es gab noch Zeiten ohne PC). Registraturbeamter, vorsichtige Öffnung für Sachbearbeiteraufgaben, Zusammenführung der Arbeiten der Geschäftsstellen und Kanzleien und Bildung von Serviceeinheiten, rechnerunterstütztes Arbeiten. Gerade die Einführung des PC’s hat eine große Veränderung gebracht. Was werden uns aber der elektronische Rechtsverkehr und die elektronische Akte bringen? Wie wird der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Veränderung des Kommunikationsverhaltens? Telearbeitsplätze? Welche Aufgaben übernimmt der Rechner und welche bleiben uns? Müssen neue Aufgaben hinzukommen? Welche Wertigkeiten haben diese? Ist auf lange Sicht die Geschäftsstelle noch vonnöten?

Das Gremium „Bundesleitung“ stellt alle Dienstzweige in einen Kontext und versucht im Zusammenwirken mit den Landesverbänden, regem Gedankenaustausch, Bereitstellung von Informationen und erarbeiteten Konzepten etc. ( das Rad muss nicht x-mal erfunden werden) eine Bündelung vorzunehmen und dies auch in die (Bundes-)Politik zu tragen (die Interessenvertretung der Landesverbände bleibt natürlich unberührt). Da die DJG nicht allein die Justiz-Bediensteten vertritt ist es erforderlich, mit den Mitbewerbern ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Ziele zu eruieren, gegebenenfalls durchzusetzen aber auch eigenständige Ziele zu formulieren und umzusetzen.

Diese spannenden Aufgaben (kein abschließender Katalog) haben mich das Mandat auf dem Gewerkschaftstag annehmen lassen.

Ihr/Euer

Helmut Leu
Stellvertretender Bundesvorsitzender

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