
Der DJG-Vorsitzende und sein Stellvertreter haben sich am Dienstag zu einer Unterredung mit dem Fachsprecher öffentlicher Dienst der CDU-Bürgerschaftsfraktion getroffen.
Der DJG-Vorstand hat seine Gespräche mit Hamburger Politikern aus demokratischen Parteien fortgesetzt. Am 19. Mai war der neue Fachsprecher für den öffentlichen Dienst der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Stefan Bereuter, zu Gast im Landgericht bei unserem Vorsitzenden Jörg Osowski, der von seinem Stellvertreter Boris Bochnick begleitet wurde.
Es gab einen intensiven Austausch über aktuelle Justizthe- men. Stefan Bereuter, der für die DPolG im Personalrat der Hamburger Polizei sitzt, erkundigte sich nach der aktuellen Personalsituation. Die desolate personelle Situation auf vielen Geschäftsstellen wurde erörtert, ebenso die arbeitsgerichtliche Klage der Länder, mit denen die TdL zurück will zur EG 6.
Stefan Bereuter teilt unsere Ansicht, dass diese Klage, an der
mit Ausnahme von Hessen alle Bundesländer beteiligt sind, kein Ausdruck von Wertschätzung ist.
Mit großem Interesse hat Herr Bereuter sich über das Zukunftsberufsfeld Justiz unterrichten lassen. Es besteht Einigkeit, dass die Ergebnisse dieses Projektes unbedingt umgesetzt werden sollten. Denn in den nächsten Jahren werden deutschlandweit viele Dienstposten in der Justiz neu zu besetzen sein, und zum Zuge kommen wird nur, wer seinen Beschäftigten ein gutes Angebot machen kann. Nachwuchsgewinnung ist auch für die Opposition in der Bürgerschaft ein wichtiges Thema, bei dem alle demokratischen Kräfte im Rathaus am selben Strang ziehen sollten. Die Ansätze des Zukunftsberufsfeldes Justiz, das es z.B. ermöglicht, erst am Ende der Ausbildung zu entscheiden, ob man sich verbeamten lassen oder lieber als Angestellter weiterarbeiten will, sind auch von Stefan Bereuter begrüßt worden.
Nachholbedarf wird noch beim Thema Digitalisierung gesehen. Herrn Bereuter ist schon aufgrund seiner Tätigkeit bei der Polizei bekannt, dass insbesondere im Strafrechtsbereich noch eine Vielzahl an Problemen zu bewältigen ist, bevor mit der eAkte effektiv gearbeitet werden kann. Hingegen ist die eAkte im Zivilbereich bereits weitgehend zur Normalität geworden. Positiv wird anerkannt, dass durch die elektronische Aktenführung auch dem Servicebereich die grundsätzliche Möglichkeit zu Homeoffice eröffnet wird. Auch das Thema DeskSharing ist in diesem Zusammenhang angesprochen worden. Hierzu gibt es in der Belegschaft ganz unterschiedliche Auffassungen. Die Bereitschaft, seinen Büroarbeitsplatz mit anderen zu teilen, erscheint in der Boomer-Generation am geringsten, bei den Neueinstellungen am größten zu sein.