Gemeinsam mit dem dbb hamburg und weiteren Verbänden/Gewerkschaften hat die DJG Hamburg am Jungfernstieg ein Zeichen gegen das Sparpaket des Senats gesetzt.
Am 14. Oktober hat die Hamburgische Bürgerschaft über das Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetz 2026–2028 abgestimmt. Direkt davor haben dbb hamburg und DJG Hamburg an der Reesendammbrücke gezeigt, wie wackelig diese Politik ist: Ein Kartenhaus aus Sparmaßnahmen ist symbolisch eingestürzt.
Die Übernahme des Tarifergebnisses ist richtig: +2,8 % (mindestens 100 €), dann +2,0 % und +1,0 %. Gleichzeitig nimmt der Senat aber mit der anderen Hand wieder etwas weg:
- Ab 2027 gilt die 41-Stunden-Woche, und der Arbeitszeitverkürzungstag fällt weg. Das ist eine Lohnkürzung durch die Hintertür.
- Die neue Sonderzahlung gibt es nur für Aktive. Die Versorgung wird damit von der Besoldung abgekoppelt.
- Das Partnereinkommen soll rückwirkend angerechnet werden. Damit gibt es weiter keinen Rechtsfrieden bei der amtsangemessenen Alimentation.
Gerade in der Justiz, wo Personal knapp und die Belastung hoch ist, ist das das falsche Signal. Wer gute Leute gewinnen und halten will, braucht faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen statt Mehrarbeit zum Nulltarif.
Die DJG steht an der Seite der Hamburger Kolleginnen und Kollegen. Der Beschluss ist nicht das Ende, unser Einsatz geht weiter.
